Die Reise der heutigen Teebeutel-Kekse ist schon bemerkenswert. Ich habe sie auf dem französischen Blog ‘le Pétrin’ von Sandra entdeckt. Sandra hat sie bei der Italienerin Martina gefunden, die sie von ihrer Erfinderin Kim aus Amerika abgeschaut hat. Somit wurden die ‘Shortbread tea bags‘ zu ‘Le biscobustine del tè‘ zu ‘Sabléts sachet de thé‘ zu den heutigen ‘Teebeutel-Keksen’. Ich habe das Rezept allerdings nicht übernommen, sondern ein Grüntee-Kekse-Rezept von Steph’s Kleinem Kuriositätenladen verwendet, da ich fand, dass Teebeutel-Kekse ruhig auch mit Tee zubereitet werden sollten.
Letztendlich kann man dazu alle möglichen Teesorten verwenden, aber ich wollte nun endlich mal das japanische Grünteepulver Matcha ausprobieren. Ich habe die eine Hälfte des Rezeptes mit Matcha und die andere Hälfte mit getrocknetem Rosmarin zubereitet.
Steph weist auf ihrem Blog völlig zurecht darauf hin, dass das Teearoma schnell verfliegt und man die Kekse deshalb in Blechdosen aufbewahren sollte. Das Aroma der Rosmarin-Kekse hingegen verstärkt sich durch das Lagern.
Teebeutel-Kekse mit Matcha und Rosmarin
- 75 g Puderzucker
- 140 g Butter
- 1 gehäufte Tl Matcha-Pulver
- 1 gehäufter Tl getrockneter, gehackter Rosmarin
- 2 Eigelb
- 250 g Mehl
- ½ Tl Salz
- 1-2 Riegel weiße Schokolade
- 1-2 Riegel schwarze Schokolade
- Weißes Garn
- Bunte Pappe
- Fotoecken, doppelseitiges Klebeband oder anderer Kleber
- Puderzucker und Butter mit dem Mixer schaumig rühren, bis die Butter-Zucker-Mischung beginnt heller zu werden.
- Das Mehl dazugeben und ebenfalls unterrühren.
- Nun die Eigelbe dazugeben und nur solange rühren, bis sie sich mit der Masse verbunden haben.
- Den Teig halbieren. Zur der einen Hälfte das Matcha-Pulver und zu der anderen Hälfte den Rosmarin geben und unterrühren.
- Die Teige getrennt in Klarsichtfolie einschlagen und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
- Für beide Teige folgendermaßen verfahren:
- Aus dem Kühlschrank nehmen, ungefähr eine Viertelstunde etwas Zimmertemperatur annehmen lassen und 0,3 cm dick ausrollen.
- Den Teig in gleichgroße Rechtecke scheiden (dazu einen echten Teebeutel als Vorlage nehmen).
- Jeweils zwei obere Eckchen abschneiden und die Beutel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
- Mit einem Zahnstocher kleine Löcher in den Teig bohren.
- Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 12-15 Minuten backen, bis sie Ränder leicht gebräunt sind.
- Auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.
- Weiße, bzw. schwarze Schokolade behutsam schmelzen.
- Den unteren Teil der Matcha-Kekse mit weißer Schokolade bestreichen.
- Die weiße Schokolade mit ein bisschen Matcha-Pulver bestäuben.
- Den unteren Teil der Rosmarin-Kekse mit schwarzer Schokolade bestreichen.
- Die Kekse zurück auf das Kuchenrost geben und die Schokolade aushärten lassen.
Für die Dekoration:
- Einen weißen Faden abschneiden, doppelt nehmen und die beiden Enden verknoten.
- Die entstandene Schlaufe durch das Keks-Löchlein fädeln.
- Die verknoteten Enden durch die Schlaufe führen und fest ziehen.
- Die bunte Pappe in kleine Rechtecke schneiden (einen echten Teebeutel zur Vorlage nehmen).
- Für einen Teebeutel werden zwei Rechtecke gebraucht.
- Je eine Fotoecke auf ein Rechteck kleben, das verknotete Ende des Faden dazwischen legen und festdrücken.
Et voilà! So im schicken weißen und schwarzen Schokogewand eingekleidet gehen meine Teebeutel-Kekse an Maria, die solcherlei Süßigkeiten für ihr Event sammelt. Euch Allen ein frohes Osterfest!






Die Idee fand ich schon bei Sandra große Klasse, aber bei Dir: noch viel größere Klasse! Ich möchte mir so einen Keks am liebsten direkt in den Mund hängen. Und dann noch einen und noch einen und … Schöne Ostertage wünsche ich Dir!
Ach, sind die aber hübsch! Die muss man sich direkt für Weihnachten zum Verschenken merken!!
Ich wünsch’ Dir schöne Ostern!
Dankeschön Ihr Beiden!
Schokozwerg, es hätte mich auch nicht gewundert, wenn ich die Kekse bei Dir entdeckt hätte!
Sybille, für Weihnachten kann man sich dann sicherlich auch noch etwas kreativer an den Etiketten betätigen. Und statt Matcha und Rosmarin könnte ich mir das Rezept auch mit würzigem Weihnachtstee vorstellen..
Eine aparte Idee …
… und ein reizender Kommentar!
Die Kekse sind ja wahnsinnig cool. Sie sehen sehr schön aus, das muss ich mir merken, wenn ich mal wieder zum Afternoon Tea einlade. Interessant auch zu lesen, wie das Rezept von Blog zu Blog weiterzieht.
Hallo Lemon,
so simple und doch vielseitig abwandelbare Rezepte sind schon wirklich klasse. Diese Vorliebe vereint die Leute scheinbar auf dem ganzen Globus.
Einen lieben Gruss!
Ein Knüller!
Danke Dir für Deinen lieben Kommentar, Katharina!
Dadurch bin ich ja auch überhaupt erst auf Deinen tollen Blog aufmerksam geworden. Deine Vorliebe für gleichzeitig ungewöhnliche und dennoch simple Rezepte teile ich übrigens.
Liebe Grüsse!